Babydolls an Halloween…

Es wird kälter, Halloween naht in großen Schritten und endlich bekommt Goth die Möglichkeit, günstig im Supermarkt (bei den Sonderposten) seine Deko aufzustocken. Wann sonst gibt es Grabsteine, Skelette, Fledermäuse, Hexenfiguren und so weiter für kleines Geld. Na, ich gebe zu, qualitativ gibt es auch viel Ramsch, aber nach Halloween hat es auch das eine oder andere Goody für einen winzigen Preis. Welcher Stino möchte nach Halloween noch diese Deko kaufen? Eben.

Naja, nun tummeln sich bei mir sowieso das ganze Jahr über meine kleinen Hexenfiguren und Skelette, ein netter großer Schädel auf meiner Fensterbank und besonders skurril, was nur Eingeweihte wissen: ein spezielles Objekt in meinem Tiefkühlfach. Nein, mehr sage ich nicht, und die, die es wissen, denen brauche ich es nicht zu sagen.

Heute ziehen Nebel um unser Haus, die Luft riecht kalt und ich warte wirklich darauf, dass es Winter wird.

So möchte man meinen, dass die niedlichen Outfits der Babydolls nur eine japanische Verkleidung einer weiteren Gothicgruppe sind. Dort heißen sie Lolitas, wenn sie bunt sind, und GothicLolitas, wenn sie eher den düsteren Style bevorzugen. Ebenso, wie es verschiedene Gothicgruppen gibt, lassen sich also auch die Lolitas bzw. Babydolls in Gruppierungen aufteilen und daher ist das also eine Überschneidung beider Gruppen. Sie unterscheiden sich allerdings dann aber auch wieder, denn es gibt die Lolitas, die den Style „Gothic“ bevorzugen und Gothics, die den Style „Lolita“ bevorzugen, ohne dass die jeweiligen Gruppen die Mentalität in ihrem Herzen tragen. Könnte man das so verständlich ausdrücken?

Manche Babydolls knuddeln dabei ihre Püppchen und machen auf niedlich schmollendes kleines Mädchen. Die Kleidung ist bequem mit kurzen Röcken, Spitzen und Samt sind oft verwendete Materialien, um den „Niedlichlook“ zu zelebrieren, ebenso auch Kindheitsdekoration wie Püppchen, Teddybären und anderes ausgetopftes Viehzeug. Das auch gerne wieder „angeGotht“ ;).

Viele Leute denken, dass Unschuld in dieser Gruppierung etwas mit sexy zu tun hat, aber das ist nicht das bestreben der Babydolls. Ihr Style und das Verhalten haben eher mit einem Versuch, die Kindlichkeit (nicht KINDISCH) zu erhalten. Nicht in einem degradierenden oder negativen Sinn, sondern als einen Teil in sich, der das innere Kind umarmt, das von anderen versteckt und verleugnet wird.

Es kann nun ein spiritueller Versuch sein, das Trauma des Erwachsenwerdens zu lösen, oder aber auch ein simples Spiel. So integrieren sie das Leichte, das Spiel und die Bescheidenheit in das Erwachsenenleben und finden die Balance zu beiden Seiten des Lebens als Gothic.

„Der weise Mann, wenn in alle Richtungen objektiv zu der Welt, wird nicht urteilen oder teilen… die weisen Leute hören und sehen auch so wie kleine Kinder es tun.“ (Tao Te Ching) – wie im Tarot „Der Narr“ – die höchste und erste Karte von allen.

Musikalischer Geschmack der Gothischen Babydolls könnte bei Switchblade Symphony, The Birthday Massacre und Emilie Autumn und anderen liegen.

Einen zauberhaften Start in die gruselige Geisterfeierzeit wünsche ich euch (schmückt eure Häuser, damit die kleinen Geister dann bei euch erfolgreich um Süßes betteln können…) und verpasst nicht die nächste Folge der GothicTypen!

Eure Luna ^v^

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Gothic und Fetischismus

On 12. Oktober 2014, in Szene News, by Luna

SAMSUNG

Ich habe es getan. 12 Jahre, nachdem ich mir geschworen hatte, nie, nie, nie wieder mit einem Teil meinen Körper durchlöchern zu lassen… Oh, was habe ich damals gelitten. Wochenlang hatte ich Schmerzen, jedes Mal, wenn ich an meine Nase getippt habe. Oder beim Schlafen, ich war Bauchschläferin. Dieses verflixte Nasenpiercing. Nee, hab ich gesagt, ich mache das niemals wieder.

Naja. Und gestern kam mir dann spontan die Idee, nachdem ich im Februar, als meine Tochter gelöchert wurde, noch dankend abgelehnt habe. Ich habe mich piercen lassen. Einen kleinen Knopf unterhalb der Unterlippe – okay, ich bin kein Piercingfachmann und kenne die Bezeichnung dafür nicht – habe ich jetzt.

Das Piercing war nicht schlimm zu stechen, es ging sehr schnell und dann war es drin. Am Abend dann der Reihe nach die verschiedensten Tiefkühlprodukte darauf gepackt (jo… ich habe keine Eiswürfel in meiner Gefriertruhe). Na, und am Morgen dann die dicke Lippe gehabt. Die Goschen net bewegen können (naja… ich war auch stockheiser, diese verflixte Erkältung… also net ganz so dramatisch) und den ganzen Tag über wieder TK-Produkte draufgepackt (ich kann also dafür kleine Samosas empfehlen) und jedes Mal geflucht, wenn ich mit dem Stecker an den Zähnen hängengeblieben bin, oder beim Kauen mal eben darauf gebissen habe. Damit erkläre ich also nun offiziell: ich habe an mir selbst BDSM praktiziert. Oder so. Vermutlich nicht. Aber ich bin ein Weichei… ein Mädchen. Ich darf das. Mimimi.

Aber ein anderer Aspekt der dunklen Kultur ist verbunden mit der Fetisch und BDSM – Szene. Jedes Mitglied der Fetisch oder Bondage Subkultur ist einzigartig, hat seine oder ihre individuellen Interessen oder sinnlichen Glaubensrichtungen. Obwohl beides zwei separate Subkulturen sind, zieht es manche Fetischisten zu dem Gothic, und erkennen diese als größere Gemeinschaft in der sie ihre eigenen Fetischvorlieben stilistisch und philosophisch ausleben können.

Die entsprechende Mode begleitet die Fetischvorlieben der einzelnen Personen, manche tragen den Stil zu Events und Festivals in ihrem Leben, die meisten dressen sich aber nur mit ihren Partnern oder in der eigenen heimischen Komfortzone. Manche können ihren Fetisch dann auch im Alltag öffentlich tragen, so kann zum Beispiel der Babydoll oder Vampyrlook auch als Fetisch gesehen werden, sogar wenn es nicht mal sexuelle Bezüge hat. Andere drücken ihren Fetisch durch alternative Kleidung aus Vinyl oder Latex (welches eines der meistverwendeten Materialien in der Fetischbekleidung ist) oder andere Stoffe Lack – Leder – Gummi aus.

Dabei kann auch eine Domina mit Highheels und Peitsche außerhalb des Schlafzimmers agieren. Alternative Sexpraktiken sind aber größtenteils immer noch ein Tabu in unserer Gesellschaft und führen auch heute noch zu Missverständnissen. Nicht jede Dame mit einem Korsett ist eine Frau, die nur einen sexuell getriebenen Fetisch ausleben will… es kann auch einfach nur die Freude an der schönen Kleidung sein. Und genau aus diesem spirituellen Benefit ziehen viele, die sich so kleiden, ihre Kraft.

Musikalische Vorlieben könnten hier zum Beispiel die Gruppen: Lords Of Acid, Die Form, The Genitorturers oder Leæther Strip sein.

Ich werde nun weiter leiden (verflixter Bodymod-Fetisch :) ) und wünsche euch eine schöne Woche. Mal sehen, ob ich etwas Schönes, Neues und Lesbares auf der Buchmesse heute auftreibe, paßt auf euch auf,

eure Luna ^v^

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NotGothics – die NichtGoten?

On 5. Oktober 2014, in Szene News, by Luna

Ich bin gefragt worden, was einen Gothic ausmacht. Eigentlich ganz einfach, oder etwa nicht? Tja. Ich weiß, dass ich eine Gothic bin. Tief im „Herzen“ trage ich den gothischen Gedanken in mir, mein Gefühl ist, dass ich diese Menschen verstehe und mit ihnen auf derselben Wellenlänge liege – was mich eben in der Welt der „Stinos“ doch öfters verzweifeln lässt… ich verstehe sie nicht immer. Dabei ist das nicht der Kleidungsstil oder der Musikgeschmack, der mein „Gothicsein“ bestimmt, sondern eher umgekehrt: Weil ich Gothic bin, mag ich die Kleidung und die Musik. Die Gothics befassen sich nicht nur mit den Sonnenseiten des Lebens, sondern eben auch mit dem Schatten. „Sie sehen beide Seiten der Welt und beschäftigen sich damit! (…) Man muss nicht wie ein Gothic aussehen… um einer zu sein!“ (Zitat von Axel Schmidt).

Natürlich ist es einfach, sich aus einem Katalog oder von hübschen Bildern sich inspirieren zu lassen und zu denken: Wow, der Style behagt mir und deswegen kopiere ich die Optik und ordne mich selbst in diese XY – Gruppe ein (oder meckere, dass es ja so gar nicht auf mich passt)! Aber das ist eigentlich nicht das, was ich mit diesem Blog hier möchte. Ich habe nur die verschiedenen Stile beobachtet und sortiere sie grob mal ein, wenn es mehrere Vertreter eines GothicStyles auf einem Haufen gibt. Wobei es IMMER auch StyleGothics gibt, die andere Musik mögen oder eine andere Denke als „die typischen Vertreter ihrer Gruppe“ an den Tag legen. Deswegen seht das hier immer mit einem kleinen Augenzwinkern ;). Ich bin auch nicht die Einzige, die sich an diese GothicNomenklatur hält….

Die NotGothics (nein, die haben keine Not…), die NichtGoten, ist eine Bezeichnung für Menschen, die von sich selbst glauben, sie seien Dunkel und Spooky, aber in Wirklichkeit kein Wissen über die Szene haben, die vielleicht auch niemals eine wirkliche Gothic Band in ihrem Leben angehört haben. Sie sind die lautesten Vertreter, denn sie schreien nach Aufmerksamkeit in jeglicher Art und Weise. Sie sind gewöhnlicher Weise sehr jung und suchen noch der Platz in dieser Welt, sie rebellieren. Traurigerweise denkt aber der Großteil der Stinos, das diese Individuen Gothics sind und ziehen die negativen Assoziationen auf alle wirklichen Gothics. Die wiederum denken bei den NotGothics eher an Poser. Warum sind sie trotzdem in meiner Liste? Als Warnung :-). Nehmen wir zum Beispiel die „Mansonites“. Das sind die, die Musik von Marilyn Manson bevorzugen. Eine Handvoll Gothics sind Manson-Fans, eine Handvoll Mansonsfans sind Gothics und viele nicht.

Marilyn Manson spielt mehr Metal als Gothic, auch wenn diese Lieder mehr gothische Texte haben. Mansonites sind nicht schlecht, aber sie geben dem Gothicsein ein Mode Image, da sich ihr „Gotischsein“ nur dem Style Marilyn Mansons anpasst. So ist auch der ModeGothic jemand, der bevorzugt in den Klamottenläden im Center in der „EmoEcke“ shoppen geht. Man trägt dann schwarz mit Nieten, Fischnetzshirts und Leder und lässt sich in der Schule kopieren. Dazu schmeißt er dann mit Bandnamen wie „Sushi and the Banshees“, „Bow House“ und „Christine’s Death“ herum. Wenn man diese kleinen „NotGoths“ den richtigen Einflüssen aussetzt und ihnen die richtigen Ratschläge zu der GothicKultur gibt, anstatt sie auszulachen, dann können sie sich als Mitglieder unserer Kultur erweisen und auch mit ihren Herzen dabei sein.

Musikalische Vorlieben nenne ich deswegen hier heute keine. :-)
Ich wünsche euch eine zauberhafte Woche und verpasst nicht die nächste Folge der GothicTypen,

eure Luna ^v^

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MilitaryGothics

On 4. Oktober 2014, in Szene News, by Luna

Ich bin in einem Forum darauf hingewiesen worden, dass die VampyreGothics nicht so sehr in die Gothicszene verwurzelt sein können, wie ich behauptete hatte. Dem Leser wären die nie aufgefallen und daher sei das grenzwertig von mir, so etwas zu behaupten. Dagegen wären doch die Gothics weitaus zahlreicher vertreten, die sich dem WWII Thema widmen. Ich dagegen habe diese Gruppe im umgekehrten Fall nicht so häufig beobachtet, ich gehe jetzt einfach davon aus, dass wir uns in verschiedenen innerhalb der Gothicszene bewegen und jeder (dank meines Freundes Google habe ich diesen Stil gesehen) eben nur mit Gleichgesinnten zusammentrifft und die andere Gruppe einfach weniger wahrnimmt. Deswegen habe ich mir heute mal die MilitaryGothics angesehen. In diversen Shops und auf Fotos von Festivals nebst den Festivals selber sieht man natürlich die im – ich sage jetzt mal – gehobenen Armylook gekleideten Gothics.

Ich meine damit keine Camouflage-Soldaten-Kampfmontur, sondern die stilvollen Uniformen. Meistens in schwarz, ab und an mit Olivgrün kombiniert. Die Damen tragen Bleistiftröcke, Uniformjacken und Schiffchen, gerne auch mit Frisuren aus den 40ern kombiniert. Schirmmützen und Embleme und Orden und doch strenge gerade Schnitte in der Kleidung. Die Herren tragen Uniformen aus den Weltkriegen oder eben auch gerade, lange Mäntel im Militärstil. Ohne Schnörksel und Rüsche. Festes Schuhwerk (die Damen wiederum auch gerne sexy in Highheels). Dieser Look ist sehr martialisch. Sie beschäftigen sich gerne mit der Kriegsthematik, aber nicht, um „die guten alten Zeiten“ aufleben zu lassen, sondern um aufzurütteln oder nachdenklich zu machen. Trauer, Tod und Leid sind ja zu Kriegszeiten reichlich vorhanden. Aber auch die romantische Seite – eine mögliche Liebe zwischen zwei verfeindeten Kriegsparteien, oder der Liebste, der sein Vaterland verteidigen muss – können hier auch ein Thema sein.  Andere finden auch einfach nur den Stil elegant und nichts weiter. Oder mögen vielleicht auch nur die beliebten Kriegs-Ego-Shooter für Konsole und PC.

Musikgeschmack der MilitaryGothics (ich gebe zu, ich tu mich dieses Mal sehr schwer, da es absolut nicht meine Richtung ist – man möge also mögliches Unwissen verzeihen): liegt teilweise am Geschmack des einzelnen, könnte mir aber vorstellen, daß alle Bands, die das Militär-Thema / Krieg favorisieren dazu gehören. Den Begriff: „MilitaryPop“ habe ich dazu gefunden (allerdings auch den Hinweis, daß es möglicherweise Rechtes Gedankengut beinhalten kann). Da wären zum Beispiel: Agonoize, Laibach, Parzival, Stalingrad, The Moon Lay Hidden Beneath A Cloud, Der Blutharsch, Derniere Volonte… die von MilitaryGothics genannt wurden.

Damit wünsche ich euch eine aufregende Woche, und wer weiter erfahren möchte, was es sonst noch jenseits der eigenen Untergruppe in unserer Szene gibt, sollte die nächste Folge hier nicht verpassen.

Liebe dunkle Grüße sendet eure

Luna

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Nacht der Maschinen und Rivetheads

On 21. September 2014, in Szene News, by BlackRose

Hier finden in Frankfurt und Umgebung regelmäßig „Nacht der Maschinen“ Events statt, bei denen sich dann die Gemeinde der Schwarzen Szene zu Industrial Klängen tanzend bewegt. Ich gebe zu, auch diese Musik gefällt mir, nur nicht in Dauerendlosschleife und wenn sie mich an zwei blecherne Mülltonnendeckel, die aufeinander gehauen werden, erinnert. Da ich ja aus der Metal-Ecke musikalisch herkomme (ja, meine erste große Liebe war nun mal Alice Cooper und nicht die BSB… oder Take That – urks – ich kann es nicht ändern), liegen mir Sounds, die eine Gitarre erzeugen kann eher als elektronisch mit einem PC gemachte Klänge. Aber am Freitag habe ich erfahren, dass einige Industrial – Musiker tatsächlich ihre Mucke machen, in dem sie auf metallene Geräte und Teile schlagen. Röhren, Platten… Okay… nun ist das doch etwas in die Richtung „blecherne Mülltonnendeckel“ *grins*. Aber Die Krupps zum Beispiel, die finde ich gut. „Der Amboß“… schöne 8 Minuten Mucke. Also, ihr Lieben, versucht mal in diese Musik reinzuhorchen, vielleicht gefällt euch ja auch das eine oder andere.

Die Rivetheads  oder kurz „Rivets“ sind da schon Fans der Industrial- und der Gothic-Musik. Sie kleiden sich recht martialisch in Leder, Ketten, verschiedener Hardware aus dem Baumarkt, Nieten und andere solche Materialien. Industrial und Gothic-Mucke sind enge Cousins. Sie überlappen, denn Elemente ihrer Stile sind gegenseitig vorhanden. Dabei ist die Industrialmusik ein Gegenstück zu der „Hippiemusik“, ein Entwurf, der nicht der „Friede-Freude-Eierkuchen“ Mentalität entsprechen soll. Sie ist so hart, modern, wie das Leben um uns herum. Gothic und Industrial sind zwei verschiedene Bewegungen, auch wenn sie miteinander verschmelzen durch die gothischen Subkulturen. Wo das gothische mehr melancholisch, spooky und emotional ist, zeigt sich das Industrial mehr wütend, experimentell und laut. Moderner Industrial beinhaltet sogar EBM, Futurepop, Powernoise, Aggrotech (TerrorEBM), Coldwave, Elektro, Dark-Elektro und Industrialmetal. Sehr verwirrend, was?

Das „Rivet“ in „Rivethead“ kommt von den Metallbolzen, die in den industriellen Konstruktionen und Bauwerke der Architektur verwendet werden. Der Anhang „Head“ ist gleichzusetzen mit „Fan“ oder „Anhänger“ (vgl. Metalheads ;) ). Rivetheads bevorzugen kleidungsstilmäßig den Armylook mit dem Zusatz „Military-Kleidung“, wie Fliegerjacken, Orden, Pins, Patches und Kampfstiefel. Diese Rivets lieben den zornigen deutschen Elektronik Sound und sind dabei aber auf keinen Fall in die Richtung der Nazis zu zuordnen oder damit verbunden.

Musikalische Beispiele für die Rivets sind unter anderem: Skinny Puppy, Nitzer Ebb, Front 242, :wumpscut:, Frontline Assembly, E-Craft, Nine Inch Nails, Grendel, Leæther Strip, Hocico, Velvet Acid Christ, Reaper, Ministry und noch viele mehr.

Also, meine Lieben, drängelt mal durch die Clubs, hört rein und schaut euch die Rivets mal an. Wer sich hier in meiner Aufzählung noch nicht wiedergefunden hat… nächste Woche gibt es eine neue Folge der GothicTypen. Bis dahin sehr dunkle Grüße von eurer

Luna

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Musikwünsche und PerkyGothics

On 14. September 2014, in Szene News, by Luna

Gestern war ich bei einem Dark Awakening. War sehr schön (und wieder eine Nacht durchgemacht… ich werde alt und müde ;-) ), die Leute waren gut drauf, Management & Security supernett und die Stimmung der Gruppe, mit der ich dort zusammentraf sowie die anderen Gäste freundlich und gelöst. Hach, diese Lobhudelei, aber das muss man ja mal sagen, oder? Man konnte sich ohne Probleme auch Musik wünschen (nur ich nicht, denn ausgerechnet von meinen Favoriten hatte der DJ von drei Stück keinen Treffer… wobei er aber aufschrieb was ich mag und versprach, es auch mal in einem Frankfurter Club dann aufzulegen ;-) ). Aber auch so traf er eine tolle Auswahl. Es war so schön, eine Nacht bei guter Musik zu durchtanzen, mit Freunden Gespräche zu führen und neue Leute kennenzulernen. Ob es Freunde werden, wird sich zeigen, aber dank FB haben wir ja heutzutage die Möglichkeit, unkompliziert im Kontakt zu bleiben (obwohl es erstaunlich wenige Leute gab, die vor Ort nur in ihre Handys geglotzt haben!).

Da fällt es mir sehr leicht zu einer weiteren Gothic Gruppe den Bogen zu schlagen: Den PerkyGothics. Das ist eine Gruppe von Gothics, die es leid sind, dem alten Gothic-Klischee zu entsprechen, dem Glanz und dem Verdammten. Sie beweisen sehr gerne, dass auch Gothics Gesichtsmuskeln haben und sie wunderbar für ein Lächeln funktionieren und so demonstrieren, dass das Leben schön ist und man sich gut fühlt! Sie selbst sind ähnlich den „Gravern“ und CyberGothics und betrachten sich gewöhnlich als Teil jener Subgenres. Man könnte sie auch RegenbogenGothics, GlitterGothics oder CandyGothics nennen, abhängig von ihrem persönlichen Stil, künstlerischem oder musikalischem Geschmack. Sie glitzern lieber, als dass sie dunkel sind.

PerkyGothics kombinieren den Stil der Gothics, weichen dabei auch gerne auf andere Farben aus oder dekorieren sich mit Glitzer, Regenbögen und neonfarbigen Make-up.  Manche gehören zu denen, die sich mit den Animes (japanische Comics) oder der CosPlaySzene beschäftigen. Dabei sprechen sie aber in einer Art und Weise, die ebenso farbig und enthusiastisch ist. Übertrieben: „Wooohooo, ich mag wirklich wirklich diese Glitzi Glitzi Dinger und diese fabelhafte Buntigkeit!! Yay, yay, yay, woooooowi!“ Dabei tun PerkyGothics aber weit aus mehr für die GothicSzene, als ich hier aufzählen kann, denn sie haben die unglaubliche Fähigkeit, den Menschen, die das Leben zu ernst nehmen, dasselbe aufzuhellen und zu erfreuen. Ihr Lächeln ist in der Tat hochinfektiös! Wenn ihr also traurig, deprimiert und in einem Club landet und jemand gibt euch eine fröhliche, und glückliche Umarmung, dann freut euch! Natürlich würden die „ÜberGothics“ die Perkys nicht zu den Gothics zählen, aber alle anderen verstehen die Notwendigkeit der fröhlichen Gothics mit den positiven Emotionen und wissen um deren wichtige und emotionale Rolle (auch spirituell gesehen) in unserer Szene.

Musikalische Vorlieben sind bei den PerkyGothics oft Songs der Gruppen: Voltaire, Alice In Videoland, Placebo, Weiberelektro, Ladytron und viele, die optimistische und aufheiternde Musik machen.

Meine Lieben, ich wünsche euch eine zauberhafte, fröhliche Woche, genießt mal mit einem Lächeln einen Clubbesuch und seht die Welt ein wenig „perky“, verpasst nicht die nächste Folge der GothicTypen…

Eure Luna

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CorporateGothics

On 7. September 2014, in Szene News, by Luna

Ich war auf einem Treffen von Gothics in Frankfurt, damit wir einfach mal gemeinsam etwas unternehmen können und uns kennenlernen. Man trifft sich ja in verschiedenen online – Gruppen, aber man sitzt hinter einem Laptop und schreibt sich im besten Fall etwas intensiver, aber so wirklich kann man sich nicht unbedingt treffen, wenn der eine in Hamburg sitzt und der andere in München. Nun haben wir „Frankfurter“ uns also verabredet, in einem Lokal zu treffen, weil Gothics ja nur im Einzelpack herumlaufen und niemanden finden, der gemeinsam Spaß haben möchte. Nein, im Ernst, es war ein sehr schönes Treffen und ich empfehle euch, schaut euch mal in den Gruppen zum Beispiel bei fb um, und organisiert einfach etwas. Es ist immer von Vorteil, Menschen persönlich zu kennen und nicht bloß auf einer Liste zu sammeln.

Bei dem Treffen haben wir uns natürlich auch über Berufe und die Kleidung dort ausgetauscht und da ich am Abend zuvor auf einem Benefiz Konzert gewesen bin und dort neben den bunt angemalten Jungs und Mädels von PREVERSE auch die verdammt gut gekleideten Jungs von RROYCE musikalisch genießen durfte, denke ich, ich schreibe heute mal über die CorporateGothics. Ich habe da keinen besseren Begriff für sie gefunden, aber ich denke, ich kann sie beschreiben: diese Gothics dimmen ihre exzentrische Garderobe für die Arbeit. Natürlich ist die gothische Mode fabelhaft, aber hier schalten sie ein wenig herunter. Nicht ganz so weit, wie die CasualGothics, die nur „schwarz“ gekleidet sind, aber immer noch nicht mit der Ausgeh- und ParadeKlamotte, die man zum Beispiel am WGT vorgeführt bekommt. Sie müssen das machen, weil sie eben einen seriösen Job haben und daher die Gewandung anpassen.

Männliche CorporateGothics tragen oft ein Hemd mit Krawatte in möglichst viel schwarzer Basiskleidung, um sich wohl zu fühlen (denkt mal an den Grafen dabei ;-), und die Damen das so ähnlich kombiniert mit einem Rock. Eine Corsage oder ein Korsett mit einem Bleistiftrock und einem Jackett… und selbst in einer Bank ist die Dame gut angezogen. Eine notwendige Anpassung und modifizierte Kleidung, um in beide Welten zu passen. Sie drücken sich dann aber gerne auf subtile Art und Weise gothisch aus, dekorieren ihre Büros ein wenig dunkler, zum Beispiel mit Bildern, jene mit okkulten Interessen nehmen dazu auch esoterische Goodies (habt ihr mal überlegt, dass viel Deko ein Altar sein könnte und keiner merkt es?): ein Krug mit Wasser mit einem Halbedelstein darin ist möglicherweise auch ein Wasseraltar…

Musikalischer Geschmack der CorporateGothics hängt von dem Geschmack der jeweiligen Person ab, auch wenn die Band COVENANT diesen GothicStyle über die Jahre perfektioniert zu haben scheint.

So, meine Lieben, ich wünsche euch einen schönen Sonntag, verpaßt nicht die nächste Folge der GothicTypen, wenn ihr euch noch nicht wiedererkannt haben solltet ;).

Eure Luna

 

Festivalarbeit + CasualGothics

On 1. September 2014, in Szene News, by Luna

Meine Lieben, ich war jetzt am Wochenende auf einem Festival – dem ersten Gothic Castle Satzvey. Zum ersten Mal war ich selbst hinter den Kulissen, eingeteilt am Merchandise Stand. Es waren „nur“ vier Bands, deren Merchandise ich verkaufen sollte (Schwarzer Engel, Bloody Mary, Stoneman und Asrai), und an und für sich nicht so viele Sachen. Naja, zig verschiedene Sorten T-Shirts, CDs, Poster, Schmuck, Buttons…  Aber ich kann versichern, daß es viel zu tun gab. Jedes Shirt, Aufkleber oder Poster musste nach dem Verkauf ausgehakt werden, vorher die richtigen Preise heraus gesucht werden, zusammengerechnet und mit der richtigen Kasse abgerechnet werden.

Wenn also jemand einen Klamotten- oder Accessoires-Stand auf einem Festival hat, es steckt mehr Arbeit dahinter, als dass das Merchandise aufzubauen ist, hübsch zu dekorieren und dann gemütlich auf einem Hocker sitzend auf Kundschaft zu warten. Aber es macht sehr viel Spaß, wenn die netten Kunden da sind, auch gerne beraten werden wollen, anprobieren und sich dann beim Kauf über die tolle Ware freuen. Und wer unsere Melanie mit dem Second Roses Shop noch nicht auf den diversen Festivals in der letzten Zeit getroffen hat, sie ist auch noch auf vielen Festivals und – ganz praktisch für alle, die gerade zur falschen Zeit am falschen Ort sind, oder daheim bleiben müssen: sie hat einen tollen Onlineshop und verkauft auch da. Meine Hochachtung für diese Arbeit!

So kann ich heute den Bogen über Festivals, Bandmerchandise und Gothic-Klamotten-Shops zu den CasualGothics schlagen. Viele der CasualGothics sind OldSchoolers, die seit Anfang an dabei sind und durch viele Wechsel in der Musik und GothicMode gegangen sind. Sie halten es aber einfach und ihre Präsentation ist eher ruhig als laut, wie viele andere GothicStile. Sie bevorzugen dabei dann eher die Grundfarbe Schwarz und tragen dann ihre favorisierten Band – Shirts und Jacken… Bandmerchandise eben und schwarze Jeans. Die Mädels fügen dem ganzen manchmal noch Spitzenhandschuhe oder Röcke oder Mützen hinzu.

Männlich oder weiblich – sie brauchen nicht viel Make-Up oder Accessoires, sie mögen manchmal einfach auch nur den schwarzen Nagellack auf den Fingern. Sie umarmen die Finsternis nicht mit ihrem Outfit, sondern halten es eher bequem. Ein wenig mehr, wenn sie Clubs besuchen, aber immer noch gediegen. CasualGothics drücken sich mehr dadurch aus, als mit tonnenweise ExtremStyling. Die dunkle Kultur braucht ihrer Meinung keinen extremen Stil. Zudem ist es auch im Alltag praktisch, nicht aufgerüscht im Job anzukommen oder wenn man eben Festivals oder Konzerte besucht.

Musikalischer Geschmack ist von der Person selbst ab, daher ist die Bandbreite: Alles.

Ich wünsche euch eine zauberhafte Woche, wenn ihr euch in meinen GothicStilen noch nicht entdeckt habt, dann verpasst nicht die nächste Folge. Bis dahin,

eure Luna

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Lunas KorsettsDiese Woche steht bei mir unter der Vorbereitung für die Anreise zu einem Festival. Zum ersten Mal ist das Gothic Castle in Satzvey, ein kleines Festival aber sehr fein. Ich freue mich sehr auf die 4 Bands, die dort auftreten werden, Stoneman, Schwarzer Engel, Asrai und Bloody Mary sowie eine Ausstellung von dem Chaos Team des Dr. Mark Benecke mit seinen Damen Frl. Venus und die Schwarze Witwe. Es gibt auch einen Gothic Markt und Lesungen. Natürlich möchte ich das alles stilgerecht und gedresst erleben, also habe ich ein wenig geshoppt.

Guckt mal rein, ich kann den Second Roses Online Shop sehr empfehlen! Ich habe dort ein wunderbares Lackleder – Korsett und ein Korsett in changierender Seide (dunkelrot & schwarz) sowie ein Korsett für mein Töchterchen aus rotem Samt bekommen. Schlicht geschnitten und nicht großartig verziert und daher prädestiniert, um es mit Accessoires je nach gotischer Thematik aufzupimpen. Ein paar Ketten und Karabinerhaken daran und für den Industriallook gerüstet, eine Taschenuhr und Maschinenteile -> Steampunk, Sicherheitsnadeln und Nietenhalsbänder können sogar einen Punkstyle schaffen und ein paar Blüten und mit einem Wallereifrock, Spitzenschleier… ach… es gibt den perfekten romantischen Look. Icke freu mir so…

Nun schlagen wir mal den Bogen zu den RomantiGothics (oder auch Schwarzromantiker). Schon der alte Napoleon sagte, dass ein Korsett der Mörder der menschlichen Rasse sei, nun, dann sind die RomantiGothics stolz darauf, die ersten Opfer zu sein! Man könnte sie auch die RenaissanceGothics nennen, sie bevorzugen einen Prä-Victorianischen Stil und deren Attitüden. Einige (wie immer in meinen Texten… es bezieht sich nicht auf ALLE und Mischformen oder „Abweichungen“ sind immer vorhanden) haben auch das ätherische Auftreten eines mystischen Geistes oder eines düsteren Tagwandlers, erkennbar an ihrer porzellanweißen Haut, dickem MakeUp und strahlender Schönheit. RomantiGotische Kleidung ist dunkel und mystisch.

Sonnenschirme, Reifröcke, lange Kleider, zugeknöpfte Gehröcke und Spitze schon fast übertrieben viel, gestylte Haare, fließende Schals und gotischer Kreuzschmuck sind immer ein Plus. Von ihrem Wesen sind RomantiGothics so, dass sie gewöhnlicherweise das Leben sehr ernst nehmen, auf der Suche nach der Liebe und emotionalen Seelenverwandtschaften sind. Sie sind die Poeten, die Künstler, Musiker der Szene und lieben es, ihre Emotionen in diese Bereiche zu führen. Sie genießen einen Spaziergang im Regen ebenso, wie sie um Mitternacht auf einem Friedhof flanieren, möglicherweise mit einem Buch irgendwo sitzend oder Darkwave hörend, vielleicht auch Poesie verfassend oder Tee in einem Café süffelnd. Sie kennen sich in der Architektur und Malerei aus, ich habe auch schon einige erlebt, die dann mit einem kleinen englischen oder französischen Akzent sprechen, mes amis.

Von der Musik her, liegen die Geschmäcker bei Gothic-Bands wie: Rasputina, Dead Can Dance, Andalusia, Paul Mercer, Black Tape For A Blue Girl, Unto Ashes, Raison D’être, Evanescence, Sigur Rós etc.

So, nun fange ich an, packe meine schönen neuen Goth Klamotten in meine Tasche und mache mich dann bald auf, dieses Festival zu besuchen, wünsche euch eine schöne Woche,

eure Luna

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