Warum nicht einfach mal mit Rock’N’Roll???

SAMSUNG

Ich habe es versucht. Jetzt schmerzen die Finger und das Bad kann ich auch nicht mehr benutzen. Mir ist mein Duschbrauseteil runtergefallen und abgebrochen. Jetzt hängt ein Plastikteil in der Fassung, wo ich den neu gekauften Kopf reinschrauben müßte. Den alten Schlauch bekomme ich ohne eine Zange aber auch nicht ab und eine Zange hab ich nicht. Toll. Jetzt hatte ich mich schon gefreut, mir endlich einen leuchtenden Duschdingens kaufen zu können, und kann nun gar nichts mehr verwenden. Instinktiv hab ich das wohl die ganzen Jahre schon geahnt, als ich um diese Leuchtdinger herumgeschlichen und sie NICHT gekauft habe.

Das ist ein Problem, wenn man seit Jahren keinen Mann im Haushalt hat und selber nicht bastelt. Okay. Basteln schon, ich kann schöne Ketten machen. Oder niedliche kleine Hütchen zaubern. Oder diese Haarspangen, die diese Enie immer am Kopp trägt. Sowas kann ich machen. Na, und Löcher in die Wand bohren. Und Regale andübeln. Die sind zum Glück seit 10 Jahren an der Wand und noch nicht, trotz massiger Buch-Beladung, noch nicht von der Wand geknallt.

Aber so einen verk***ten Duschkopf bekomme ich nicht getauscht. Bevor ich mich jetzt aber voller Verzweiflung in die Ecke setze und heule (ich bin ja kein Emo), schreibe ich lieber meinen Blog weiter für euch. So.

Hey, ich hab mir letztens ein Schnittmusterheft mit Klamotten im 50ies-Vintagestyle geholt, da meine Freundin den 50ies-Pin-Up-Style mag. Wir wollen uns inspirieren lassen und in Secondhandläden schauen, was wir für sie finden. Und da ich schräge Kombinationen mag, es gibt tatsächlich die Kombination von Gothic und Rockabilly. Das sind dann Leute, die dem Subgenre des Psychobilly entspringen.

Psychobilly wiederum ist eine Mischung, die von Punk mit traditionellem Rockabilly Style beeinflußt wurde und so anarchistische und horrorthematische Punkte addiert und in einem spaßigen und humoristischen Licht präsentiert. (Kompliziert? Jo.)

Männer kleiden sich in dem Psychobilly-Stil mit Button-Up-Lounge-Shirts, Bowling-Hemden und (natürlich) mit den 50s-Pin-Up-Girl-Shirts. Die Mädels tragen aufgeputzte Kleider und Blusen, elegante Schuhe und mit Animal-Prints versehene Stücke. Tellerröcke mit wahnsinnig puscheligen Petticoats, Polkadots… (Habt mal die Bühnenklamotten der Welle:Erdball Mädels vor Augen oder das Ensemble von „Grease“. Die elegante Art von Dita Von Teese ist auch in dem Style.). Viele moderne Rockabilly- oder Gothabilly-Klamotten sind mit klassisch aussehenden Logos bedruckt, wie Flammen, Würfel, Hot Rods, Tanksäulen, Autos und Miezen, Totenschädel und Sternen. (Hmmmm… klingt jetzt für euch, als müßte es die Ed Hardy Kollektion style technisch sein…)

Als Accessoires bevorzugen Rockabillys, Gothabillys und Psychobillys zum Beispiel Brieftaschen mit fetten Ketten, Gürtelschnallen und Armbänder. Sie sind auch Tattoofans und mögen Frisuren mit aufgeplusterter Haartolle.

Um es kurz zu machen: Nehmt einen typischen Rockabilly und addiert einen Schuss Dunkelheit. Gothabillys fügen ihr buntes Make-up dazu und nehmen die dunkleren Farben für ihre Kleidung, zum Beispiel schwarz ;).

Musikalische Geschmäcker liegen im Rock’n’Roll Bereich oder in Crossover Gruppen: Francfort Spezial (die haben einen ‚Personal Jesus‘ in ihrem Repertoire… wow!), Nekromantix, The Cramps, Tiger Army, Horrorpops, Demented Are Go, The Coffinshakers, The Quakes, Koffin Kats und noch viele mehr…

So, nun werde ich mich doch nochmal mit der Brause befassen, meine Haartolle ist am verrutschen…
Ich wünsche euch allen eine erfolgreiche Woche, bis zum nächsten Sonntag,
eure Luna ^v^


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

    Gut gekleidete Männer auf einem Konzert und GutterGothics

    SAMSUNG

    Ich werde wieder auf ein Konzert gehen. Nette Jungs (hmmmm-mmmmh *hust* okay… es sind Männer in schätzungsweise meinem Alter), die ich in Oberhausen schon kennengelernt habe. Gut gekleidet, stets mit Anzug und Krawatte stehen sie auf der Bühne und machen elektronische Musik. Und nun machen sie eine Clubtour durch Deutschland und kommen zu meiner Freude auch nach Frankfurt.

    Ich freue mich schon sehr darauf, sie wieder zu treffen und anzuhören. Konzerte hatte ich ohnehin in letzter Zeit öfters – in Mannheim war ich letztens zweimal. Danach war ich sogar mit meiner Freundin auf einer Schwulen- und Lesbenparty – der Pride of Frankfurt. Was musiktechnisch ein kleines Problem darstellte, denn die dort angesagte Partymucke war mir weder bekannt, noch mochte ich sie besonders. Naja, abgesehen von dem Titelsong „Sailormoon“ und das vielleicht auch euch noch bekannte „Backstreet’s Back“ von BSB. (Juhu, ich kannte zwei Songs).

    Was mir aber auffiel war, dass einerseits die Homos zu den Heten sehr nett waren, aber auch ziemlich… naja… wie sage ich es diplomatisch? Unhöflich? Trampelig? Frech? Also, ich kenne das von unserer Szene, dass niemand angerempelt oder beiseite geschubst wird. Das ist mir an dem Abend laufend passiert. Man tanzt irgendwo und eine Horde kommt vorbei, rempelt an… und entschuldigt sich nicht. Wir standen vor der Bühne, an dem der Gogo-Tänzer eine Show lieferte, und ein Pulk kam und drängte sich erst dazwischen, dann machte er sich an der Stelle breit, an der man eben noch selber stand. Ich bin nach und nach immer wieder einen Schritt beiseite gegangen, weil man sich einfach dort hinstellte, wo ich stand.

    Ich kenne das nicht von unserer Szene. So nett man sich mit den Homos unterhalten kann, so rücksichtslos bewegen sie sich in der Gemeinschaft. Das Tanzen artet in eine Art Pogo oder Ringelpiez mit Anfassen aus. Einfach enttäuschend… und dann darf man fast 15 Euro Eintritt bezahlen? Diese Szene werde ich nicht verstehen, aber ich bin froh, dass ich mal über den Gothic-Tellerrand geguckt habe.

    Selbst bei den GutterGothics kann ich mir so ein Verhalten nicht vorstellen. Das ist meines Wissens in der Szene auch überhaupt nicht üblich (oder habt ihr generell schon von Schlägereien auf dem M’Era oder WGT gehört?). Die GutterGothics kommen mit ihrem Stil aus der Grunge- und Punkrock-Szene der 80er und 90er Jahre. Im englischen werden sie auch gerne TrashyGothics oder GrungeGothics genannt. Sie haben das Talent, ihre Kleidung aus allem zusammenzubasteln, was andere wegwerfen würden.

    Sie sind Künstler und erfahren im Nähen und zusammenhalten mit Sicherheitsnadeln und kreieren so einen Look mit einer breiten Auswahl von Materialien. Ihr Stil beinhaltet zerrissene Fischnetzhemden, Schnallenschuhe, Shirts mit endlosen Rissen, Löchern und mit Sicherheitsnadeln und Flicken versehen. Die GutterGothic Mode ist vergleichbar mit einer dunkleren Version des GutterPunkStils, der oft weltweit in Bars oder an Straßenecken gesehen wird.

    Aber wer sagt, dass alle aus der Schwarzen Szene elegant sein müssen? Zahlreiche Looks können aus einem einzigen Ausflug in einen Secondhandladen geschaffen werden. Die Teile werden auch „gepimpt“ und nach Gefallen umgestaltet. GutterGothics lieben wie alle andere auch Make-up, wo der schlampigst aussehende Eyeshadow auch 20 Minuten bis zur Perfektion brauchen kann.

    Im Gegensatz also zu den eleganten Jungs, die ich die kommende Woche besuchen werde, bevorzugen die GutterGothics im Allgemeinen den Oldschool Dark Punk, Deathrock und Grunge.

    Ich wünsche Euch eine zauberhafte Woche, packt euch warm ein, es wird Winter… oder geht noch ein wenig shoppen ;)
    Bis nächste Woche,
    Luna ^v^


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

    Manchmal geht ein Jahr schneller herum, als man denkt…

    SAMSUNGHappy Halloween! Schönen Samhain! Und einen guten Start in ein neues Hexenjahr wünsche ich Euch!

    Hexenjahr? Ja, denn Samhain gilt bei uns Hexen als Sylvester. Eine lange Geschichte, wie dieses Fest von der Kirche vereinnahmt und verändert wurde. In dieser Nacht wandeln die Toten unter uns, da die Schleier zwischen dem Reich der Toten und unserer Welt sind sehr dünn oder nicht vorhanden. Um zwischen den toten Geistern als Lebender unbemerkt wandeln zu können und nicht versehentlich im Reich der Toten zu landen, trugen die Menschen dann eine Verkleidung und sahen so schaurig aus, wie die wandelnden Leichen. Ich persönlich stelle mir das genauso vor, wie bei Walking Dead. Naja. Vielleicht würden die Toten nicht mein Gehirn oder mich fressen wollen… aber sie sind da.

    Eine andere Geschichte ist die, wie Halloween entstanden ist: wie Jack O’Lantern den Teufel betrog und so zu böse für den Himmel war, aber dank seines Deals mit dem Teufel nach seinem Tod nicht in die Hölle durfte und nun mit einem Kohlenstück in einer Rübenlaterne des Nachts auf der Erde herumirren muß. Naja, wenn ich mal nach meinem Tod in eine Hölle kommen sollte, dann aber nur mit VIP Bändchen und Freigetränk und der Teufel selbst wird seinen Thron mit den Worten: „Da Herrin, ich habe ihn dir warmgehalten“ wieder räumen…

    In Mexiko hat man den schönen Brauch, in der Halloweennacht sein Heim mit bunten Skeletten zu schmücken, La Catrina ziert alles, Zuckertotenköpfe werden auf Kuchen gelegt (ich habe sogar ein Kartenspiel und ein Totenbingo aus Mexiko, da heißt es nicht „Buuhuuu… wie gruselig“, sondern selbst die kleinsten Kinder spielen mit den Karten) und schließlich geht man Nachts auf einen bunt geschmückten Friedhof an das Grab seiner toten Verwandten und feiert mit ihnen. Dort ist das kein Fest des Gruselns oder der Angst, sondern eine willkommene Gelegenheit, seiner toten Lieben nah zu sein.

    Dazu fallen mir dann die Graver heute ein. Um gleich einen Irrtum auszuräumen: Graver ist keine Übersetzung von „tot“ oder Grab, sondern die Kombination von Gothic und Raver. Graver sind Fans der elektronischen Musik und der daraus resultierenden Extase. Graver findet man in Clubs und auf Raves. Aus dem einfachen Grund, dass die Raverszene sehr oft mit Drogen in Zusammenhang gebracht wird, sind die mit Kontrollen in den Nachtclubs und Untergrundparties sehr streng. Das ist sehr unglücklich für die Szene, die eigentlich auf den transzendalen Effekten der Musik basiert, aber jeder positive Effekt zieht auch immer einen negativen Aspekt an.

    Graver sind oft auch CyberGothics, würden sich selber aber nicht zu ihnen zählen. Optisch dekorieren sie sich mit Neon-Leuchtstäben, glänzenden Plastikbändern, großen Plateauschuhen, Vinylkleidung, aufwendigem Make-up, schwarzem Blendschutz und sogar weiten „Fat-Pants“. Manche, wie die CyberGothics, mögen Schweißerbrillen und synthetische Haare. Sie mögen harte Beats und tanzen dazu in einzigartigen synchronen Tanzmoves zu Trance, House, Electro-Industrial, Powernoise, Futurepop, EBM und allem weiterem, was des Graver’s Musikgeschmack entspricht.

    Musikalische Vorlieben entsprechen größtenteils dem der CyberGothics, da es sich hier oft überlappt: Roter Sand, Combichrist, Funker Vogt, Namnambulu, Neuroticfish, VNV Nation, Apoptygma Berzerk, Assemblage 23, Covenant, And One und und und…

    Daher wünsche ich euch nachträglich ein schönes Halloween und einen entspannten Start in den neuen Jahreskreis— die acht Hexenfeste können wir ein andermal beleuchten…
    Be blessed,
    eure Luna ^v^

    (  Samhain Altar – Bild gehört Luna :) und darf gerne kopiert und verwendet werden )


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , | Schreibe einen Kommentar

    Die VintageGothics an einem gemütlichen Herbstsonntag

    Heute bin ich gemütlich. Ich habe Ferien… okay (lang gezogenen Seufzer bitte gedanklich einfügen), ich mache mir da gerne mehr Stress, als in der normalen Zeit, wenn Schule ist. Man hat dann plötzlich mehr Freizeit (glaubt Frau) und die Löcher werden ruck zuck gestopft und gefüllt mit Kram, den man sonst nicht zu schaffen glaubt, wenn alltägliche Termine anstehen.

    Also habe ich mir ein paar schöne Konzerte in meinen Kalender geschrieben, war auch schon da (es war sehr schön bei den Stoneman und Megaherz… kann ich nur empfehlen), die schwarze Szene bietet zur Zeit sehr viel und man hat auch dort die Möglichkeit, sein neu erstandenes oder geliebtes Outfit auszuführen. Im Alltag ist das ja meistens eher schlecht und da bleibt dann nur „Casual Schwarz“.

    Bandmerchandise ist auch sehr schön, aber nicht jedermanns /fraus Geschmack. Manche Dame bevorzugt daher eher Stilvolles und rüstet sich mit Vintage – Teilen aus.

    VintageGothics sind dabei die engen Cousins von den VictorianGothics. Dabei sind erstere ein wenig moderner als die Victorian’s. VintageGothics besorgen ihre Kleidung bevorzugt in einem Second Hand Shop und suchen immer nach fabelhaft aussehender alt aussehender Kleidung. Dabei kann ihr Look von jeder Ära des 20sten Jahrhunderts stammen und dabei auch nach Tagesform wechseln.

    Die Mode hat seit dieser Zeit sehr oft gewechselt und wurde dabei immer individueller definiert. Sie wurde in Untergruppen aufgesplittet und auch für alternative Interessen attraktiv gemacht. Dabei basiert auch jede Dekade auf der Mode der vorigen. So haben die VintageGothics eine Vorliebe für die „vergangenen aber nicht vergessenen Styles“ der früheren Zeiten.

    Neben der Kleidung haben VintageGothics auch Möbel, Accessoires, Dekoration wie Fotografien, Lampen, und zum Beispiel Telefone in ihren Wohnungen. Sie schätzen und bewundern die Werke dieser Künstler und sammeln vieles aus diesen Zeiten. Sie sind Fans der GothicMusik und favorisieren Dark-Noir- Filme wie zum Beispiel Nosferatu, Metropolis, Der Golem und Das Kabinett des Dr. Caligari und (natürlich) die alten Bela Lugosi Filme.

    Manche VintageGothics sind Burlesque Fans, sie mögen die Mode, Cabaret und Varieté, andere den Stil der 1910 oder 1920er Jahre und wieder andere tauchen in die Zeit der 60er oder 70er ein. Und wieder andere wechseln je nach Lust und Laune, und das könnte auch ein Grund sein, warum sich viele mit der Affinität zu den 1900er Jahren in der Gothicszene einen Platz finden.

    Musikalische Vorlieben der VintageGothics sind unter anderem: Nick Cave And The Bad Seeds, Leonard Cohen, Tom Waits, Johnny Cash, Amy Winehouse, The Dresden Dolls und klassische Musik.

    So, nun wünsche ich euch ein gemütliches Wochenende, genießt die letzten Sonnenstrahlen des goldenen Herbstes, bevor es dann auch eine vergangene Zeit ist…
    Bis zur nächsten Folge der Gothic Typen,
    eure Luna ^v^

    (Hinweis zu dem Foto: Tasse gefunden bei Netto, Windlicht bei Merry Old England – Antiquitäten)


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

    Nur eine Verkleidung für Halloween? Die Babydolls oder Lolitas der Szene…

    Babydolls an Halloween…

    Es wird kälter, Halloween naht in großen Schritten und endlich bekommt Goth die Möglichkeit, günstig im Supermarkt (bei den Sonderposten) seine Deko aufzustocken. Wann sonst gibt es Grabsteine, Skelette, Fledermäuse, Hexenfiguren und so weiter für kleines Geld. Na, ich gebe zu, qualitativ gibt es auch viel Ramsch, aber nach Halloween hat es auch das eine oder andere Goody für einen winzigen Preis. Welcher Stino möchte nach Halloween noch diese Deko kaufen? Eben.

    Naja, nun tummeln sich bei mir sowieso das ganze Jahr über meine kleinen Hexenfiguren und Skelette, ein netter großer Schädel auf meiner Fensterbank und besonders skurril, was nur Eingeweihte wissen: ein spezielles Objekt in meinem Tiefkühlfach. Nein, mehr sage ich nicht, und die, die es wissen, denen brauche ich es nicht zu sagen.

    Heute ziehen Nebel um unser Haus, die Luft riecht kalt und ich warte wirklich darauf, dass es Winter wird.

    So möchte man meinen, dass die niedlichen Outfits der Babydolls nur eine japanische Verkleidung einer weiteren Gothicgruppe sind. Dort heißen sie Lolitas, wenn sie bunt sind, und GothicLolitas, wenn sie eher den düsteren Style bevorzugen. Ebenso, wie es verschiedene Gothicgruppen gibt, lassen sich also auch die Lolitas bzw. Babydolls in Gruppierungen aufteilen und daher ist das also eine Überschneidung beider Gruppen. Sie unterscheiden sich allerdings dann aber auch wieder, denn es gibt die Lolitas, die den Style „Gothic“ bevorzugen und Gothics, die den Style „Lolita“ bevorzugen, ohne dass die jeweiligen Gruppen die Mentalität in ihrem Herzen tragen. Könnte man das so verständlich ausdrücken?

    Manche Babydolls knuddeln dabei ihre Püppchen und machen auf niedlich schmollendes kleines Mädchen. Die Kleidung ist bequem mit kurzen Röcken, Spitzen und Samt sind oft verwendete Materialien, um den „Niedlichlook“ zu zelebrieren, ebenso auch Kindheitsdekoration wie Püppchen, Teddybären und anderes ausgetopftes Viehzeug. Das auch gerne wieder „angeGotht“ ;).

    Viele Leute denken, dass Unschuld in dieser Gruppierung etwas mit sexy zu tun hat, aber das ist nicht das bestreben der Babydolls. Ihr Style und das Verhalten haben eher mit einem Versuch, die Kindlichkeit (nicht KINDISCH) zu erhalten. Nicht in einem degradierenden oder negativen Sinn, sondern als einen Teil in sich, der das innere Kind umarmt, das von anderen versteckt und verleugnet wird.

    Es kann nun ein spiritueller Versuch sein, das Trauma des Erwachsenwerdens zu lösen, oder aber auch ein simples Spiel. So integrieren sie das Leichte, das Spiel und die Bescheidenheit in das Erwachsenenleben und finden die Balance zu beiden Seiten des Lebens als Gothic.

    „Der weise Mann, wenn in alle Richtungen objektiv zu der Welt, wird nicht urteilen oder teilen… die weisen Leute hören und sehen auch so wie kleine Kinder es tun.“ (Tao Te Ching) – wie im Tarot „Der Narr“ – die höchste und erste Karte von allen.

    Musikalischer Geschmack der Gothischen Babydolls könnte bei Switchblade Symphony, The Birthday Massacre und Emilie Autumn und anderen liegen.

    Einen zauberhaften Start in die gruselige Geisterfeierzeit wünsche ich euch (schmückt eure Häuser, damit die kleinen Geister dann bei euch erfolgreich um Süßes betteln können…) und verpasst nicht die nächste Folge der GothicTypen!

    Eure Luna ^v^


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , | Schreibe einen Kommentar

    Gothic und Fetischismus

    SAMSUNG

    Ich habe es getan. 12 Jahre, nachdem ich mir geschworen hatte, nie, nie, nie wieder mit einem Teil meinen Körper durchlöchern zu lassen… Oh, was habe ich damals gelitten. Wochenlang hatte ich Schmerzen, jedes Mal, wenn ich an meine Nase getippt habe. Oder beim Schlafen, ich war Bauchschläferin. Dieses verflixte Nasenpiercing. Nee, hab ich gesagt, ich mache das niemals wieder.

    Naja. Und gestern kam mir dann spontan die Idee, nachdem ich im Februar, als meine Tochter gelöchert wurde, noch dankend abgelehnt habe. Ich habe mich piercen lassen. Einen kleinen Knopf unterhalb der Unterlippe – okay, ich bin kein Piercingfachmann und kenne die Bezeichnung dafür nicht – habe ich jetzt.

    Das Piercing war nicht schlimm zu stechen, es ging sehr schnell und dann war es drin. Am Abend dann der Reihe nach die verschiedensten Tiefkühlprodukte darauf gepackt (jo… ich habe keine Eiswürfel in meiner Gefriertruhe). Na, und am Morgen dann die dicke Lippe gehabt. Die Goschen net bewegen können (naja… ich war auch stockheiser, diese verflixte Erkältung… also net ganz so dramatisch) und den ganzen Tag über wieder TK-Produkte draufgepackt (ich kann also dafür kleine Samosas empfehlen) und jedes Mal geflucht, wenn ich mit dem Stecker an den Zähnen hängengeblieben bin, oder beim Kauen mal eben darauf gebissen habe. Damit erkläre ich also nun offiziell: ich habe an mir selbst BDSM praktiziert. Oder so. Vermutlich nicht. Aber ich bin ein Weichei… ein Mädchen. Ich darf das. Mimimi.

    Aber ein anderer Aspekt der dunklen Kultur ist verbunden mit der Fetisch und BDSM – Szene. Jedes Mitglied der Fetisch oder Bondage Subkultur ist einzigartig, hat seine oder ihre individuellen Interessen oder sinnlichen Glaubensrichtungen. Obwohl beides zwei separate Subkulturen sind, zieht es manche Fetischisten zu dem Gothic, und erkennen diese als größere Gemeinschaft in der sie ihre eigenen Fetischvorlieben stilistisch und philosophisch ausleben können.

    Die entsprechende Mode begleitet die Fetischvorlieben der einzelnen Personen, manche tragen den Stil zu Events und Festivals in ihrem Leben, die meisten dressen sich aber nur mit ihren Partnern oder in der eigenen heimischen Komfortzone. Manche können ihren Fetisch dann auch im Alltag öffentlich tragen, so kann zum Beispiel der Babydoll oder Vampyrlook auch als Fetisch gesehen werden, sogar wenn es nicht mal sexuelle Bezüge hat. Andere drücken ihren Fetisch durch alternative Kleidung aus Vinyl oder Latex (welches eines der meistverwendeten Materialien in der Fetischbekleidung ist) oder andere Stoffe Lack – Leder – Gummi aus.

    Dabei kann auch eine Domina mit Highheels und Peitsche außerhalb des Schlafzimmers agieren. Alternative Sexpraktiken sind aber größtenteils immer noch ein Tabu in unserer Gesellschaft und führen auch heute noch zu Missverständnissen. Nicht jede Dame mit einem Korsett ist eine Frau, die nur einen sexuell getriebenen Fetisch ausleben will… es kann auch einfach nur die Freude an der schönen Kleidung sein. Und genau aus diesem spirituellen Benefit ziehen viele, die sich so kleiden, ihre Kraft.

    Musikalische Vorlieben könnten hier zum Beispiel die Gruppen: Lords Of Acid, Die Form, The Genitorturers oder Leæther Strip sein.

    Ich werde nun weiter leiden (verflixter Bodymod-Fetisch :) ) und wünsche euch eine schöne Woche. Mal sehen, ob ich etwas Schönes, Neues und Lesbares auf der Buchmesse heute auftreibe, paßt auf euch auf,

    eure Luna ^v^


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , | Schreibe einen Kommentar

    NotGothics – die NichtGoten?

    Ich bin gefragt worden, was einen Gothic ausmacht. Eigentlich ganz einfach, oder etwa nicht? Tja. Ich weiß, dass ich eine Gothic bin. Tief im „Herzen“ trage ich den gothischen Gedanken in mir, mein Gefühl ist, dass ich diese Menschen verstehe und mit ihnen auf derselben Wellenlänge liege – was mich eben in der Welt der „Stinos“ doch öfters verzweifeln lässt… ich verstehe sie nicht immer. Dabei ist das nicht der Kleidungsstil oder der Musikgeschmack, der mein „Gothicsein“ bestimmt, sondern eher umgekehrt: Weil ich Gothic bin, mag ich die Kleidung und die Musik. Die Gothics befassen sich nicht nur mit den Sonnenseiten des Lebens, sondern eben auch mit dem Schatten. „Sie sehen beide Seiten der Welt und beschäftigen sich damit! (…) Man muss nicht wie ein Gothic aussehen… um einer zu sein!“ (Zitat von Axel Schmidt).

    Natürlich ist es einfach, sich aus einem Katalog oder von hübschen Bildern sich inspirieren zu lassen und zu denken: Wow, der Style behagt mir und deswegen kopiere ich die Optik und ordne mich selbst in diese XY – Gruppe ein (oder meckere, dass es ja so gar nicht auf mich passt)! Aber das ist eigentlich nicht das, was ich mit diesem Blog hier möchte. Ich habe nur die verschiedenen Stile beobachtet und sortiere sie grob mal ein, wenn es mehrere Vertreter eines GothicStyles auf einem Haufen gibt. Wobei es IMMER auch StyleGothics gibt, die andere Musik mögen oder eine andere Denke als „die typischen Vertreter ihrer Gruppe“ an den Tag legen. Deswegen seht das hier immer mit einem kleinen Augenzwinkern ;). Ich bin auch nicht die Einzige, die sich an diese GothicNomenklatur hält….

    Die NotGothics (nein, die haben keine Not…), die NichtGoten, ist eine Bezeichnung für Menschen, die von sich selbst glauben, sie seien Dunkel und Spooky, aber in Wirklichkeit kein Wissen über die Szene haben, die vielleicht auch niemals eine wirkliche Gothic Band in ihrem Leben angehört haben. Sie sind die lautesten Vertreter, denn sie schreien nach Aufmerksamkeit in jeglicher Art und Weise. Sie sind gewöhnlicher Weise sehr jung und suchen noch der Platz in dieser Welt, sie rebellieren. Traurigerweise denkt aber der Großteil der Stinos, das diese Individuen Gothics sind und ziehen die negativen Assoziationen auf alle wirklichen Gothics. Die wiederum denken bei den NotGothics eher an Poser. Warum sind sie trotzdem in meiner Liste? Als Warnung :-). Nehmen wir zum Beispiel die „Mansonites“. Das sind die, die Musik von Marilyn Manson bevorzugen. Eine Handvoll Gothics sind Manson-Fans, eine Handvoll Mansonsfans sind Gothics und viele nicht.

    Marilyn Manson spielt mehr Metal als Gothic, auch wenn diese Lieder mehr gothische Texte haben. Mansonites sind nicht schlecht, aber sie geben dem Gothicsein ein Mode Image, da sich ihr „Gotischsein“ nur dem Style Marilyn Mansons anpasst. So ist auch der ModeGothic jemand, der bevorzugt in den Klamottenläden im Center in der „EmoEcke“ shoppen geht. Man trägt dann schwarz mit Nieten, Fischnetzshirts und Leder und lässt sich in der Schule kopieren. Dazu schmeißt er dann mit Bandnamen wie „Sushi and the Banshees“, „Bow House“ und „Christine’s Death“ herum. Wenn man diese kleinen „NotGoths“ den richtigen Einflüssen aussetzt und ihnen die richtigen Ratschläge zu der GothicKultur gibt, anstatt sie auszulachen, dann können sie sich als Mitglieder unserer Kultur erweisen und auch mit ihren Herzen dabei sein.

    Musikalische Vorlieben nenne ich deswegen hier heute keine. :-)
    Ich wünsche euch eine zauberhafte Woche und verpasst nicht die nächste Folge der GothicTypen,

    eure Luna ^v^


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

    MilitaryGothics

    Ich bin in einem Forum darauf hingewiesen worden, dass die VampyreGothics nicht so sehr in die Gothicszene verwurzelt sein können, wie ich behauptete hatte. Dem Leser wären die nie aufgefallen und daher sei das grenzwertig von mir, so etwas zu behaupten. Dagegen wären doch die Gothics weitaus zahlreicher vertreten, die sich dem WWII Thema widmen. Ich dagegen habe diese Gruppe im umgekehrten Fall nicht so häufig beobachtet, ich gehe jetzt einfach davon aus, dass wir uns in verschiedenen innerhalb der Gothicszene bewegen und jeder (dank meines Freundes Google habe ich diesen Stil gesehen) eben nur mit Gleichgesinnten zusammentrifft und die andere Gruppe einfach weniger wahrnimmt. Deswegen habe ich mir heute mal die MilitaryGothics angesehen. In diversen Shops und auf Fotos von Festivals nebst den Festivals selber sieht man natürlich die im – ich sage jetzt mal – gehobenen Armylook gekleideten Gothics.

    Ich meine damit keine Camouflage-Soldaten-Kampfmontur, sondern die stilvollen Uniformen. Meistens in schwarz, ab und an mit Olivgrün kombiniert. Die Damen tragen Bleistiftröcke, Uniformjacken und Schiffchen, gerne auch mit Frisuren aus den 40ern kombiniert. Schirmmützen und Embleme und Orden und doch strenge gerade Schnitte in der Kleidung. Die Herren tragen Uniformen aus den Weltkriegen oder eben auch gerade, lange Mäntel im Militärstil. Ohne Schnörksel und Rüsche. Festes Schuhwerk (die Damen wiederum auch gerne sexy in Highheels). Dieser Look ist sehr martialisch. Sie beschäftigen sich gerne mit der Kriegsthematik, aber nicht, um „die guten alten Zeiten“ aufleben zu lassen, sondern um aufzurütteln oder nachdenklich zu machen. Trauer, Tod und Leid sind ja zu Kriegszeiten reichlich vorhanden. Aber auch die romantische Seite – eine mögliche Liebe zwischen zwei verfeindeten Kriegsparteien, oder der Liebste, der sein Vaterland verteidigen muss – können hier auch ein Thema sein.  Andere finden auch einfach nur den Stil elegant und nichts weiter. Oder mögen vielleicht auch nur die beliebten Kriegs-Ego-Shooter für Konsole und PC.

    Musikgeschmack der MilitaryGothics (ich gebe zu, ich tu mich dieses Mal sehr schwer, da es absolut nicht meine Richtung ist – man möge also mögliches Unwissen verzeihen): liegt teilweise am Geschmack des einzelnen, könnte mir aber vorstellen, daß alle Bands, die das Militär-Thema / Krieg favorisieren dazu gehören. Den Begriff: „MilitaryPop“ habe ich dazu gefunden (allerdings auch den Hinweis, daß es möglicherweise Rechtes Gedankengut beinhalten kann). Da wären zum Beispiel: Agonoize, Laibach, Parzival, Stalingrad, The Moon Lay Hidden Beneath A Cloud, Der Blutharsch, Derniere Volonte… die von MilitaryGothics genannt wurden.

    Damit wünsche ich euch eine aufregende Woche, und wer weiter erfahren möchte, was es sonst noch jenseits der eigenen Untergruppe in unserer Szene gibt, sollte die nächste Folge hier nicht verpassen.

    Liebe dunkle Grüße sendet eure

    Luna


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , | Schreibe einen Kommentar

    Nacht der Maschinen und Rivetheads

    Hier finden in Frankfurt und Umgebung regelmäßig „Nacht der Maschinen“ Events statt, bei denen sich dann die Gemeinde der Schwarzen Szene zu Industrial Klängen tanzend bewegt. Ich gebe zu, auch diese Musik gefällt mir, nur nicht in Dauerendlosschleife und wenn sie mich an zwei blecherne Mülltonnendeckel, die aufeinander gehauen werden, erinnert. Da ich ja aus der Metal-Ecke musikalisch herkomme (ja, meine erste große Liebe war nun mal Alice Cooper und nicht die BSB… oder Take That – urks – ich kann es nicht ändern), liegen mir Sounds, die eine Gitarre erzeugen kann eher als elektronisch mit einem PC gemachte Klänge. Aber am Freitag habe ich erfahren, dass einige Industrial – Musiker tatsächlich ihre Mucke machen, in dem sie auf metallene Geräte und Teile schlagen. Röhren, Platten… Okay… nun ist das doch etwas in die Richtung „blecherne Mülltonnendeckel“ *grins*. Aber Die Krupps zum Beispiel, die finde ich gut. „Der Amboß“… schöne 8 Minuten Mucke. Also, ihr Lieben, versucht mal in diese Musik reinzuhorchen, vielleicht gefällt euch ja auch das eine oder andere.

    Die Rivetheads  oder kurz „Rivets“ sind da schon Fans der Industrial- und der Gothic-Musik. Sie kleiden sich recht martialisch in Leder, Ketten, verschiedener Hardware aus dem Baumarkt, Nieten und andere solche Materialien. Industrial und Gothic-Mucke sind enge Cousins. Sie überlappen, denn Elemente ihrer Stile sind gegenseitig vorhanden. Dabei ist die Industrialmusik ein Gegenstück zu der „Hippiemusik“, ein Entwurf, der nicht der „Friede-Freude-Eierkuchen“ Mentalität entsprechen soll. Sie ist so hart, modern, wie das Leben um uns herum. Gothic und Industrial sind zwei verschiedene Bewegungen, auch wenn sie miteinander verschmelzen durch die gothischen Subkulturen. Wo das gothische mehr melancholisch, spooky und emotional ist, zeigt sich das Industrial mehr wütend, experimentell und laut. Moderner Industrial beinhaltet sogar EBM, Futurepop, Powernoise, Aggrotech (TerrorEBM), Coldwave, Elektro, Dark-Elektro und Industrialmetal. Sehr verwirrend, was?

    Das „Rivet“ in „Rivethead“ kommt von den Metallbolzen, die in den industriellen Konstruktionen und Bauwerke der Architektur verwendet werden. Der Anhang „Head“ ist gleichzusetzen mit „Fan“ oder „Anhänger“ (vgl. Metalheads ;) ). Rivetheads bevorzugen kleidungsstilmäßig den Armylook mit dem Zusatz „Military-Kleidung“, wie Fliegerjacken, Orden, Pins, Patches und Kampfstiefel. Diese Rivets lieben den zornigen deutschen Elektronik Sound und sind dabei aber auf keinen Fall in die Richtung der Nazis zu zuordnen oder damit verbunden.

    Musikalische Beispiele für die Rivets sind unter anderem: Skinny Puppy, Nitzer Ebb, Front 242, :wumpscut:, Frontline Assembly, E-Craft, Nine Inch Nails, Grendel, Leæther Strip, Hocico, Velvet Acid Christ, Reaper, Ministry und noch viele mehr.

    Also, meine Lieben, drängelt mal durch die Clubs, hört rein und schaut euch die Rivets mal an. Wer sich hier in meiner Aufzählung noch nicht wiedergefunden hat… nächste Woche gibt es eine neue Folge der GothicTypen. Bis dahin sehr dunkle Grüße von eurer

    Luna


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , | Schreibe einen Kommentar

    Musikwünsche und PerkyGothics

    Gestern war ich bei einem Dark Awakening. War sehr schön (und wieder eine Nacht durchgemacht… ich werde alt und müde ;-) ), die Leute waren gut drauf, Management & Security supernett und die Stimmung der Gruppe, mit der ich dort zusammentraf sowie die anderen Gäste freundlich und gelöst. Hach, diese Lobhudelei, aber das muss man ja mal sagen, oder? Man konnte sich ohne Probleme auch Musik wünschen (nur ich nicht, denn ausgerechnet von meinen Favoriten hatte der DJ von drei Stück keinen Treffer… wobei er aber aufschrieb was ich mag und versprach, es auch mal in einem Frankfurter Club dann aufzulegen ;-) ). Aber auch so traf er eine tolle Auswahl. Es war so schön, eine Nacht bei guter Musik zu durchtanzen, mit Freunden Gespräche zu führen und neue Leute kennenzulernen. Ob es Freunde werden, wird sich zeigen, aber dank FB haben wir ja heutzutage die Möglichkeit, unkompliziert im Kontakt zu bleiben (obwohl es erstaunlich wenige Leute gab, die vor Ort nur in ihre Handys geglotzt haben!).

    Da fällt es mir sehr leicht zu einer weiteren Gothic Gruppe den Bogen zu schlagen: Den PerkyGothics. Das ist eine Gruppe von Gothics, die es leid sind, dem alten Gothic-Klischee zu entsprechen, dem Glanz und dem Verdammten. Sie beweisen sehr gerne, dass auch Gothics Gesichtsmuskeln haben und sie wunderbar für ein Lächeln funktionieren und so demonstrieren, dass das Leben schön ist und man sich gut fühlt! Sie selbst sind ähnlich den „Gravern“ und CyberGothics und betrachten sich gewöhnlich als Teil jener Subgenres. Man könnte sie auch RegenbogenGothics, GlitterGothics oder CandyGothics nennen, abhängig von ihrem persönlichen Stil, künstlerischem oder musikalischem Geschmack. Sie glitzern lieber, als dass sie dunkel sind.

    PerkyGothics kombinieren den Stil der Gothics, weichen dabei auch gerne auf andere Farben aus oder dekorieren sich mit Glitzer, Regenbögen und neonfarbigen Make-up.  Manche gehören zu denen, die sich mit den Animes (japanische Comics) oder der CosPlaySzene beschäftigen. Dabei sprechen sie aber in einer Art und Weise, die ebenso farbig und enthusiastisch ist. Übertrieben: „Wooohooo, ich mag wirklich wirklich diese Glitzi Glitzi Dinger und diese fabelhafte Buntigkeit!! Yay, yay, yay, woooooowi!“ Dabei tun PerkyGothics aber weit aus mehr für die GothicSzene, als ich hier aufzählen kann, denn sie haben die unglaubliche Fähigkeit, den Menschen, die das Leben zu ernst nehmen, dasselbe aufzuhellen und zu erfreuen. Ihr Lächeln ist in der Tat hochinfektiös! Wenn ihr also traurig, deprimiert und in einem Club landet und jemand gibt euch eine fröhliche, und glückliche Umarmung, dann freut euch! Natürlich würden die „ÜberGothics“ die Perkys nicht zu den Gothics zählen, aber alle anderen verstehen die Notwendigkeit der fröhlichen Gothics mit den positiven Emotionen und wissen um deren wichtige und emotionale Rolle (auch spirituell gesehen) in unserer Szene.

    Musikalische Vorlieben sind bei den PerkyGothics oft Songs der Gruppen: Voltaire, Alice In Videoland, Placebo, Weiberelektro, Ladytron und viele, die optimistische und aufheiternde Musik machen.

    Meine Lieben, ich wünsche euch eine zauberhafte, fröhliche Woche, genießt mal mit einem Lächeln einen Clubbesuch und seht die Welt ein wenig „perky“, verpasst nicht die nächste Folge der GothicTypen…

    Eure Luna


  • Geschrieben in Szene News | Tagged , , , , , | Schreibe einen Kommentar